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Karin Hass

Seit ich denken kann, bin ich dem Pferdevirus verfallen. Bereits als kleines Mädchen gab ich alles dafür, mit diesen edlen Wesen Zeit zu verbringen. Als ich sechzehn Jahre alt war, durfte ich den Irländer Apollo als Pflegepferd betreuen. Apollo war kein einfaches Pferd und er liess sich bald nur noch von mir pflegen und reiten. 

So kam es, dass er mir von seinem Besitzer geschenkt wurde und ich mein erstes eigenes Pferd hatte. Danach kauften wir für meinen Mann den Holländer Thorso. Apollo musste leider im Alter von neunzehn Jahren aufgrund gesundheitlicher Probleme von uns gehen und wir begaben uns auf die Suche nach einem neuen Pferd. So kam es, dass der Ungare Csongor im Alter von vier Jahren unausgebildet in mein Leben trat. Da ich mich damals zu unerfahren fühlte ein Pferd selber auszubilden, gab ich Csongor in Ausbildung. Als er zurückkam war er nicht mehr dasselbe Pferd und ich schwor mir, nie mehr ein Pferd aus der Hand zu geben. Deshalb begab ich mich auf die Suche. Auf die Suche nach einem anderen Weg, auf die Suche nach Harmonie mit meinem Pferd. Auf dieser Suche wurde mir klar, dass man nur mit ehrlicher Selbstkritik vorankommt, denn die meisten Fehler liegen beim Reiter und nicht beim Pferd.

Ich tangierte viele Lehren von diversen, damals noch unbekannten, Pferdemenschen. Dabei stellte ich mir unendlich viele Fragen nach dem "warum, wie und weshalb?". Einige dieser Fragen konnten mir durch die Reitlehren von Linda Tellington Jones, Claus Penquitt, Klaus Schöneich und Gerd Heuschmann beantwortet werden; doch hatte ich immer noch unzählige Fragezeichen in meinem Kopf. Schliesslich traf ich auf die Lehre von Bent Branderup, welche mir viele der verbliebenen Fragen beantworten konnte.

Mein Ziel bei der Ausbildung von Pferden ist es, diese so zu gymnastizieren, dass sie bis ins hohe Alter gesund und leistungsfähig bleiben und mit Begeisterung mitarbeiten. Tschandit, das Pony unserer Tochter, wurde von Anfang an nach diesen Prinzipien ausgebildet und alle, die ihn sehen, sind hellauf begeistert. Aufgrund dessen fragte man mich, welchen Weg ich gegangen bin und ob ich bereit wäre, diesen Weg zu vermitteln. Mit Begeisterung gebe ich seither meine Erfahrungen weiter und freue mich zu sehen, wie sich meine Schüler und ihre Pferde zusammen entwickeln. Durch die Arbeit mit ihnen kann auch ich mich täglich weiterentwickeln.

Aber mein bester Lehrer Granza kam im 2005 als Wildpferd zu mir. Auf alle noch offenen Fragen konnte ich durch seine Ausbildung eine Antwort finden. Er schult mich jeden Tag in allen Belangen, die mit Pferden zu tun haben und fordert mich immer wieder dazu heraus neue Lösungswege zu finden. Er ist ein herrlicher Hengst mit einem starken Charakter und einem hochsensiblen Wesen. Ich bin ihm unendlich dankbar dafür, dass er meinen Weg gekreuzt hat und ich so viele schöne Stunden mit ihm verbringen darf.

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